Füreinander da sein: Umgang mit Leben, Sterben und Trauer

24.06.2025 Das Krankenhaus Ludmillenstift hat zusammen mit der Hospiz-Hilfe Meppener Schülerinnen und Schüler den Weg des Lebens vom Anfang bis zum Ende erläutert - von der Geburt bis zum Tod und so eine berührende und ehrliche Begegnung mit den großen Themen unseres Lebens erlebt.

Im Rahmen der Projekttage vom Gymnasium Marianum haben die 20 Schülerinnen und Schüler erfahren, wo Babys das Licht der Welt erblicken, und wurden durch die Geburtsstation und den Kreißsaal geführt. Im Anschluss ging es zu den Kollegen in der Zentralen Notaufnahme, wo den Jugendlichen die Versorgungskette von PatientInnen im Notfall näher erkläutert wurde. Auch kleinere Reanimationseinheiten durften die Jugendlichen ausprobieren, um einen Einblick in lebensrettende Maßnahmen zu bekommen - ein berührender Moment, der spüren lässt, wie wichtig lebensrettende Maßnahmen sind und wie viel Mut und Teamarbeit dahinterstehen.

Im Umgang mit Sterben und Tod wurden die Jugendlichen eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen und zu reflektieren, wie sie mit Trauer umgehen und wie sie sich gegenseitig unterstützen können. Die Bedeutung von „füreinander dasein“ bekommt in diesen schwer vorstellbaren Situation eine ganz andere Gewichtung. Es wurde erläutert, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein, wenn keine medizinischen Möglichkeiten mehr bestehen.

Als letzte Etappe ging es in den ZeitRaum. Der lichtdurchflutete und freundlich eingerichtete Raum im Meppener Krankenhaus bietet den sterbenden PatientInnen und ihren An- und Zugehörigen eine Möglichkeit der noch verbleibenden Zeit, fernab vom Stationsalltag. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit der räumlichen Atmosphäre auseinandergesetzt und einen kleinen Eindruck vom Abschiednehmen erhalten können.

Die Projekttage waren für für alle Beteiligten sehr bereichernd. „Freud und Leid liegen leider oft nah beieinander. Umso wichtiger ist es uns, den Jugendlichen ein umfassendes Bild von den damit verbundenden Abläufen in unserem Krankenhaus zu geben. Wir hoffen ihnen so Ängste genommen und auftretende Fragen ehrlich und offen beantwortet zu haben.“, berichtet Andrea Kuhl, Unternehmenskommunikation im Krankenhaus Ludmillenstift.

Die offene und ehrliche Kommunikation wurde von den Jugendlichen sehr gut aufgenommen. Stephan Wendt, Hospizkoordinator bei der Hospiz-Hilfe Meppen e.V., ergänzt: „Wir sind beeindruckt von der Offenheit der Schülerinnen und Schüler. Das erleichtert uns den Zugang zu den emotionalen Themen sehr, und wir sind dankbar für das Vertrauen, das sie uns entgegengebracht haben.“

 

(klm/ak)

 

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