Herzensangelegenheit - Kissen für Krebspatientinnen

17.03.2025 Etwa jede achte Frau* erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Damit ist das sogenannte Mammakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In vielen Fällen ist eine Operation unausweichlich. Um Narbenschmerzen und Lymphschwellungen nach der Operation zu lindern, können sogenannte Herzkissen verwendet werden. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern leisten eben auch einen medizinischen Zweck. "Durch die spezielle Form passt ein Herzkissen besonders gut unter die Achseln, erleichtert das Liegen und gibt einen gewissen Schutz bei plötzlichen Bewegungen oder Stößen.", weiß Nadine Eilers, Alltagslotsin im Meppener Krankenhaus.

Annemarie Gerken aus Herzlake hat es sich als Hobbynäherin zur Aufgabe gemacht, genau diese Herzen anzufertigen. Aus den Medien erfuhr sie von den begehrten Kissen und fing sofort an zu schneidern. Die rund 50 von ihr genähten Kissen hat sie der Klinik für Gynäkologie sowie zu Teilen dem Meppener Krebsfonds gespendet. Die Freude über die kleinen Seelentröster und Helfer im Alltag war groß. Zur Übergabe kam sie leider nicht persönlich, dennoch bedankt sich das Team für die schönen, weichen Kissen.

  

Jede Frau kann selbst etwas dafür tun, dass Brustkrebs frühzeitig erkannt wird. Dazu sollte laut Empfehlung des Bundesgesundheitsministerium der jährliche Vorsorgetermin beim Frauenarzt ab dem 30. Lebensjahr und das Mammographie-Screening, das ab dem 50. Lebensjahr vom Gemeinsamen Bundesauschuss im Gesundheitswesen kostenlos angeboten wird, wahrgenommen werden.

* Quelle: https://www.krebsinformationsdienst.de/brustkrebs

Foto v.l.n.r.: Gisela Meyer (Krebsfonds), Annelene Ewers (1. Vorsitzende Krebsfonds), Anita Schepergerdes (2. Vorsitzende Krebsfonds), Maria Herrmann (Krankenschwester der Gynäkologie), Nadine Eilers (Alltagslotsin)


 

(klm/ak)

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