Vor der Geburt

Rund 1000 Kinder erblicken jedes Jahr in unserer Klinik die Welt. Hier steht für die jungen Mütter und Väter das Geburtserlebnis in einer angenehmen und vertrauensvollen Umgebung im Vordergrund. Eine individuelle Betreuung soll die Geburt erleichtern und so zu einem positiven Geburtserlebnis beitragen. Unser engagiertes Hebammenteam bietet Ihnen dafür ein umfassendes Betreuungsangebot nach dem Grundsatz: "soviel Fürsorge wie möglich und soviel Medizin wie nötig."

Unser Team verfügt über eine langjährige Erfahrung mit Wassergeburten. Besonders wichtig ist uns die frühe Mutter- bzw. Vater-Kind-Beziehung. Frühes Anlegen, enger Hautkontakt und Rooming-in sind zur Förderung des Bondings besonders wichtig. Im Falle eines Kaiserschnittes werden die Neugeborenen bereits im OP an die Brust der Mutter gelegt, wenn nicht der werdende Vater sein Neugeborenes selbst an die Brust nimmt und damit die Mutter vertreten kann.

Der 2010 vollständig neu gestaltete Kreißsaal bietet Ihnen drei großzügige Entbindungsräume mit zwei Gebärwannen. Die Neugeborenenstation und der geburtshilfliche Operationssaal befinden sich in direkter Nähe zu den Entbindungsräumen, so dass maximale Sicherheit für Sie und Ihr Kind gewährleistet ist.

 

Sprechstunden
Montags bis freitags: 09 – 13 Uhr

Anmeldung/Terminvergabe
Tel. 05931 152-1491

 

Kreißsaalführung
Jeden 3. Montag im Monat, 18 Uhr im Vortragsraum neben der Cafeteria

  • Erstausstattung für Ihr Kind
  • Stilleinlagen
  • Kulturbeutel
  • Unterwäsche, Nachthemd
  • Papiere: Heiratsurkunde, Familienstammbuch
  • Adressen: Frauenarzt, niedergelassene Hebamme, evtl. KA

Eine Anmeldung ist nicht unbedingt erforderlich, aber empfehlenswert im Rahmen der Vorstellung vor der Geburt in der geburtshilflichen Ambulanz.

360° - Kreißsaal Hier erleben wir kleine Wunder

Pränatalmedizin

Durch eine Analyse der freien fetalen DNA (Träger der Erbanlagen) im Blut der Mutter kann eine fehlerhafte Chromosomenanlage des Kindes ohne einen invasiven Test ab der 11. SSW (Schwangerschaftswoche) durchgeführt werden. Bei dieser Untersuchung können mit einer Empfindlichkeit von über 99 % Trisomien der Chromosomen 13, 18, 21 (Down-Syndrom), ein Turner-Syndrom und auf besonderen Wunsch auch das Geschlecht des Kindes untersucht werden. Die Kosten von etwa 300 Euro für diesen Test müssen in der Regel von den Patientinnen selbst getragen werden. Einige Krankenkassen haben sich jedoch bereit erklärt, ihren Versicherten einen Teil der Kosten zu erstatten.

Diese Untersuchung bietet zwischen der 12. und 14. SSW die Möglichkeit, das Risiko für Chromosomenveränderungen (Trisomie 13, 18, 21), die meistens mit geistigen Defekten verbunden sind, für jede Schwangerschaft zu bestimmen. Durch die Messung der Breite der Nackenfalte des Feten und die Messung zweier Eiweiße im Blut der Mutter kann das individuelle Risiko berechnet werden. Mit dieser nicht invasiven Technik in Verbindung mit einem Fehlbildungsultraschall in der ca. 20. SSW ist es möglich, über 90 % aller Kinder mit Chromosomenanomalien (z. B. Down-Syndrom) zu entdecken.

Mithilfe hochauflösender Ultraschalldiagnostik ist es möglich, grobe Fehlbildungen der Organe vor Geburt auszuschließen oder in seltenen Fällen darzustellen. Diese umfangreiche Ultraschalluntersuchung sollte zwischen der 19. und 22. SSW von erfahrenen und hierfür zertifizierten Ärzten durchgeführt werden. Ab der 16. SSW ist in den meisten Fällen das Geschlecht Ihres Kindes sicher zu erkennen.

Bei Auffälligkeiten des Herzens kann es notwendig sein, eine intensive Untersuchung des fetalen Herzens, meist zwischen der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche, vorzunehmen. In besonderen Fällen arbeiten wir gerne mit Kollegen anderer Kliniken zusammen, um Ihnen eine sichere Diagnostik und ggfs. eine Weiterversorgung des Neugeborenen bieten zu können.

In Fällen, in denen das Baby langsamer wächst, als es die Normkurven vorsehen, oder bei Blutdruckauffälligkeiten der Mutter kann es sinnvoll sein, die Durchblutung der Nabelschnur, einiger kindlicher Gefäße sowie der die Gebärmutter versorgenden mütterlichen Gefäße (Arteria uterina) sonografisch zu beurteilen.

Diese Untersuchung wird meist erst nach der 24. SSW erforderlich und ermöglicht gemeinsam mit dem Sie betreuenden Arzt eine engmaschige Überwachung einer Schwangerschaft. In wenigen Fällen kann es notwendig werden, die Schwangerschaft im Interesse Ihres Kindes vorzeitig durch eine Geburtseinleitung oder einen geplanten Kaiserschnitt zu beenden, um Risiken für Mutter und Kind aus dem Weg zu gehen.

Manchmal ist es von Eltern oder Ärzten gewünscht oder aufgrund sonographischer Hinweise sinnvoll, die Zahl der fetalen Chromosomen (Träger der menschlichen Erbanlagen) zu bestimmen. Dies ist durch eine Untersuchung der fetalen Erythrozyten im mütterlichen Blut oder durch sogenannte invasive Untersuchungen möglich.

Zwischen der 10. und 14. SSW können wir mithilfe einer ultraschallgesteuerten Punktion über eine dünne Nadel Plazentagewebe gewinnen und daraus eine Chromosomenanalyse durchführen. Das Ergebnis dieser Untersuchung kann zahlreiche genetische Veränderungen nachweisen bzw. ausschließen. Das Ergebnis liegt meist nach etwa 5 bis 7 Tagen vor.  

Aus Altersgründen oder aufgrund von Auffälligkeiten ist es gelegentlich erforderlich, Fruchtwasser aus der Fruchthöhle zu punktieren, um wie bei der CVS eine Chromosomenanalyse oder auch eine Untersuchung anderer Proteine zum Ausschluss bestehender Fehlbildungen vorzunehmen. Die Durchführung einer AC ist ab der 14. SSW jederzeit in der Schwangerschaft möglich. Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt ebenfalls nach etwa 2 bis 7 Tagen vor. In den meisten Fällen können die werdenden Eltern durch diese Untersuchung entlastet und genetische Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Etwa 2 bis 4 Wochen vor dem errechneten Termin (ET) ist es sinnvoll und in den Mutterschaftsrichtlinien gefordert, sich in der Klinik, in der Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten, vorzustellen.

Bei dieser Gelegenheit werden Besonderheiten der Krankengeschichte (Anamnese) erhoben, das Schwangerschaftsalter (ET) bestätigt und eine Ultraschalluntersuchung zur Lagebestimmung und Beurteilung des zu erwartenden Kindsgewichtes vorgenommen.  Auch Besonderheiten wie der Wunsch nach einem geplanten Kaiserschnitt können bei dieser Gelegenheit ausführlich besprochen werden. Bei Lageanomalien, wie z. B. einer Beckenendlage (Steißlage) kann über den geplanten Modus der Entbindung (auf natürlichem Wege oder durch Kaiserschnitt) in Ruhe diskutiert werden. Es ist unser oberstes Prinzip, nach ausführlicher Aufklärung aller  Vor- und Nachteile den Wunsch der werdenden Mutter zu respektieren. An dieser Stelle soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass wir bei unauffälligen Schwangerschaften die natürliche Geburt favorisieren. 

Anfahrt und Parken
So finden Sie zum Ludmillenstift