Emsländisches Brustzentrum und gynäkologisches Krebszentrum im Ludmillenstift erneut zertifiziert

04.09.2026 Das Emsländische Brustzentrum im Ludmillenstift Meppen ist erneut als zertifiziertes Brustzentrum und Gynäkologisches Krebszentrum bestätigt worden. Damit wird die hohe Qualität der medizinischen Versorgung und des etablierten Qualitätsmanagements in Diagnostik und Therapie von weiblichen Krebserkrankungen erneut dokumentiert.

Die Zertifizierung umfasst die spezialisierten Sprechstunden sowie die stationäre und operative ärztliche und pflegerische Versorgung zur Diagnostik und Therapie gynäkologischer Krebserkrankungen und des Mammakarzinoms. „Eine Zertifizierung bedeutet, dass wir unsere Strukturen und Abläufe regelmäßig kritisch überprüfen lassen und uns kontinuierlich weiterentwickeln. Entscheidend ist am Ende immer, was bei der Patientin ankommt: eine sichere, schnelle und fachübergreifend abgestimmte Behandlung auf hohem medizinischem Niveau.“, erklärt Dr. med. Marc Schüßler, Chefarzt der Gynäkologie, Geburtshilfe und Pränatalmedizin im Ludmillenstift Meppen.

 

Foto: v.l.n.r. Nadine Jansen (Alltagslostin), Franziska Lohe (Qualitätsmanagement), Dr. Uta Fahl (Leiterin des Brustzentrums), Dr. Marc Schüßler (Chefarzt der Gynäkologie, Geburtshilfe und Pränatalmedizin), Brigitte Burghardt (Pflegerische Bereichsleitung), Christine Rühlmann (Case Managerin Gynäkologie), Anne Heidemann (Pflegerische Teamleitung)

Die Hälfte aller bösartigen Erkrankungen bei Frauen ereignen sich im Bereich der spezialisierten Frauenheilkunde. Ein Knoten oder eine andere auffällige Veränderung der Brust, eine unklare Blutung löst bei vielen Frauen zunächst große Sorge aus. Umso wichtiger ist es, dass unklare Befunde schnell und zuverlässig abgeklärt werden können. Im Ludmillenstift arbeiten dafür Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen eng zusammen – Gynäkolog*innen, Radiolog*innen sowie Patholog*innen und Onkolog*innen. Es gibt nicht viele Häuser, die alle diese Disziplinen tatsächlich unter einem Dach vereinen.

Zur Diagnostik gehören unter anderem hochauflösender Ultraschall, Mammographie und bei Bedarf eine Gewebeentnahme. Eine Biopsie ermöglicht die mikroskopische Untersuchung des Gewebes und damit eine sichere Beurteilung, ob eine Veränderung gut- oder bösartig ist. Eine besondere Expertise besteht dabei in der Mammasonografie. Dr. med. Marc Schüßler verfügt über die DEGUM-Qualifikation Stufe II für Mammasonografie und ist damit nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) der einzige Mediziner in der Region Emsland mit dieser Qualifikation. Die DEGUM-Stufe II steht für nachgewiesene weiterführende Kenntnisse und Erfahrungen in der Ultraschalldiagnostik über die Basisdiagnostik hinaus. Dazu gehören auch die sichere Beurteilung schwieriger und unklarer Befunde sowie die Beherrschung von invasiven Zusatzverfahren, beispielsweise ultraschallgestützten oder auch radiolgischen Stanzbiopsien. Chefarzt Dr. Schüßler sowie die Leiterin des Brustzentrums, Dr. Uta Fahl, sind zudem von der Onkologischen Fachgesellschaft als nachgewiesene Hauptoperateure in der Brustchirurgie erneut zertifiziert und stehen deshalb auch operativ für höchste Qualität.

Die Bedeutung eines spezialisierten Brustzentrums und gynäkologischen Krebszentrums liegt gerade in dieser Bündelung von Fachwissen. Ein Tumor ist keine Erkrankung, die mit einer einzelnen Behandlungsmethode beantwortet werden kann. Je nach Tumorart, Tumorstadium und individuellen Voraussetzungen können Operation, Strahlentherapie und unterschiedliche medikamentöse Therapien miteinander kombiniert werden.

Hinzu kommen bei der Bauchchirurgie hochmoderne Farbmarkierungsverfahren, 3D-Endoskopie, die es ermöglichen, Eingriffe deutlich besser zu steuern und eben auch sehr große Eingriffe mit weniger Traumsisierung und gleichzeitig ausgedehnter operieren zu können.

Das Angebot eines solchen Zentrums umfasst auch zunächst nebensächlich erscheindende Bereiche, die über die eigentliche medizinische Tumortherapie hinausgehen: Dazu gehören unter anderem Psychoonkologie, Physiotherapie, Sozialdienst, Selbsthilfe und Sportmedizin. Diese sind, auch wenn niemand zu Beginn daran denkt, für Verarbeitung und Versorgung enorm wichtig.

„Eine Krebserkrankung betrifft niemals nur ein Organ. Sie verändert häufig das gesamte Leben einer Patientin und ihrer Familie. Deshalb wollen wir mehr bieten als eine medizinisch notwendige Operation oder medikamentöse Behandlung. Wir wollen Frauen von der ersten Abklärung über die Therapie bis zur weiteren Begleitung ein verlässlicher Ansprechpartner sein.“, so Dr. Schüßler.

Für Dr. Fahl, Leiterin des Brustzentrums ist insbesondere die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen ein entscheidender Vorteil: „Die Patientin soll nicht selbst zwischen verschiedenen Fachdisziplinen vermitteln müssen. Genau dafür gibt es ein Brustzentrum. Wir bringen die erforderlichen Kompetenzen zusammen, besprechen die Befunde gemeinsam und entwickeln daraus einen individuellen Behandlungsplan. Diese kurzen Wege schaffen Sicherheit und geben unseren Patientinnen Orientierung in einer oft sehr belastenden Situation.“

Die erneute Zertifizierung bestätigt damit nicht nur sehr gut funktionierende vorhandene Strukturen, sondern steht zugleich für den Anspruch, medizinische Versorgung kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Das Emsländische Brust- und Genitalzentrum steht Patientinnen mit abklärungsbedürftigen Brustbefunden und Verdacht auf gynäkologische Tumoren als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Die Sprechstunden finden nach vorheriger Terminvereinbarung dienstags und donnerstags von 9:00 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 15:30 Uhr sowie auch kurzfristig, innerhalb weniger Tage, an frei vereinbarten Terminen, statt.

 

Kontakt:
Ludmillenstift Meppen
Emsländisches Brustzentrum und gynäkologisches Krebszentrum
Ludmillenstraße 4-6
49716 Meppen
Telefon: 05931 152 1470