Komplexe Hirntumor-Entfernung mit moderner Laser-Kontakt-Mikroskopie - sechsjähriger Leo kann wieder lachen
13.03.2026 In einer anspruchsvollen neurochirurgischen Behandlung hat Prof. Dr. Tschan, Chefarzt der Neurochirurgie, gemeinsam mit Dr. Felix Kiepe, Oberarzt der Neurochirurgie, dem sechsjährigen Leo erfolgreich einen Hirntumor entfernt.
Über einen längeren Zeitraum litt Leo unter wiederkehrenden Kopfschmerzen und Übelkeit. An einem Morgen im Spätsommer 2025 führte ein Erbrechen auf nüchternen Magen zu einer raschen Abklärung im Ludmillenstift. Das MRT (Magnetresonanztomographie) zeigte einen Tumor zwischen Kleinhirn und Hirnstamm, ein sogenanntes Ependymom. Ependymome entstehen typischerweise im benachbarten Gewebe und können den Liquorfluss beeinträchtigen, was zu schweren Komplikationen führen kann.
Prof. Dr. Tschan spezialisiert sich seit Langem auf Kinderneurochirurgie und hat über 100 Kinder bereits erfolgreich bei Hirntumoren operiert. Unterstützt wurde er von Dr. Felix Kiepe, der den Erstkontakt mit Leo und seinen Eltern führte.

Foto: v.l.n.r. Dr. Felix Kiepe, Leo Bergmann, Prof. Dr. med. Christoph Albrecht Tschan
Aufgrund der tief sitzenden Lage des Tumors war eine besonders präzise Operation erforderlich. Prof. Dr. Tschan setzte erstmals in Deutschland die Laser-Kontakt-Mikroskopie ein. Diese innovative Technologie unterstützt die Neurochirurgen dabei, den Hirntumor während der Operation präziser von gesundem Gewebe unterscheiden zu können und erhöht die Sicherheit der Operation.
Bei Leo konnten alle Krebszellen erfolgreich entfernt werden und die Operation verlief planmäßig gut. Nach gut eineinhalb Wochen durfte der Sechsjährige das Krankenhaus verlassen. Seine Eltern Annika und Björn blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Leo gilt nach heutigem Stand als geheilt, wird aber in den kommenden Jahren regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen benötigen.
Wie bei allen Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren bleiben individuelle Schwankungen der Genesung nicht auszuschließen.
(klm/ak)
zum Artikel der Meppener Tagespost