Silvesterfeuerwerk - schwere Handverletzungen vermeiden

30.12.2024 Die Zeit für Silvesterfeuerwerk hat begonnen. Damit einhergehend steigt auch das Risiko für Handverletzungen. Diese reichen von Schnitt- und Brandwunden über abgetrennte Finger bis hin zu zerstörten Händen. Derartige Unfälle können bei Verwendung von illegalen Feuerwerkskörpern oder Pyrotechnik sowie unsachgemäßer oder leichtsinniger Bedienung passieren.
In der Meppener Notaufnahme ist das Patientenaufkommen zum Jahreswechsel dadurch erfahrungsgemäß deutlich höher als an normalen Werk- oder Wochentagen.

Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie und der DGOU - Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie möchte das Krankenhaus Ludmillenstift auf folgende Hinweise aufmerksam machen:

  • Feuerwerkskörper nur im Fachhandel kaufen (CE-Zeichen und die BAM-Prüfnummer)
  • nur Feuerwerkskörper verwenden, die nicht in der Hand gezündet werden müssen
  • keine selbst gebastelten oder manipulierten Feuerwerkskörper verwenden
  • Feuerwerkskörper müssen verschlossen, trocken und in sicherem Abstand gelagert werden
  • Alkohol macht unvorsichtig
  • Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, nicht noch einmal zünden
  • Knaller und Böller sollten für Kinder und Jugendliche tabu sein

Wenn doch etwas passiert?
Handverletzungen nach dem unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern sind für Kai Dr. med. Günsche (Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie) und seine KollegInnen nichts Neues. Mit der professionellen Besetzung von Handchirurgen ist das Ludmillenstift deswegen entsprechend gut vorbereitet. Die Teamgröße ist für Wochenenden und Feiertage definiert und kann – je nach Bedarf – durch ÄrztInnen aus den Fachabteilungen ergänzt werden.

 

(klm/ak)

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