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Die Coloproktologie am Krankenhaus Ludmillenstift in Meppen wurde zum „Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie“ ernannt. Das Zertifikat wird vergeben durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie (DGAV), die Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie und die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Koloproktologie der DGCH.


Die Coloproktologie am Krankenhaus Ludmillenstift in Meppen wurde zum „Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie“ ernannt. Das Zertifikat wird vergeben durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie (DGAV), die Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie und die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Koloproktologie der DGCH.


Das Bild zeigt Ali Al Ghrebawi, Leitender Arzt der Coloproktologie (links), und Dr. med. Volker Lauff, Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie am Ludmillenstift. In einem ganztägigen Audit wurden die zahlreichen Auflagen der Zertifizierungsbehörde allesamt geprüft, darunter Diagnose-, Behandlungs- und Nachsorgemöglichkeiten, Operationszahlen, Qualitätssicherung und Dokumentation, Sprechstunden und Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Auch typische Eingriffe im OP wurden demonstriert. In der Coloproktologie behandelt das Ludmillenstift gut- und bösartige Erkrankungen des Dick- und Enddarmes und des Afters. „Die Zertifizierung ist das Ergebnis von zwei Jahren Arbeit“, freut sich der Leitende Arzt Ali Al Ghrebawi.


Insbesondere die hohe Interdisziplinarität im Ludmillenstift wurde von Auditor Prof. Dr. med. Manfred Arndt sehr positiv bewertet. Für die Behandlung komplexer Erkrankungen sind teilweise mehrere verschiedene Fachdisziplinen beteiligt, wie Onkologie, Radiologie, Gastroenterologie, Pathologie oder Strahlentherapie. „Wir haben hier sämtliche Fachdisziplinen unter einem Dach. Das kommt unseren Patienten sehr zugute“, betont Al Ghrebawi. Wöchentlich finden Tumorkonferenzen statt, in denen alle onkologischen Patienten sowohl vor als auch nach der OP vorgestellt werden. Den Leitlinien entsprechend wird dann gemeinsam für jeden Patienten individuell über die weitere Vorgehensweise entschieden.


Im Rahmen der Zertifizierung werden außerdem Studien und regelmäßige Fortbildungen gefordert. Allein in diesem Jahr fanden bereits drei Fortbildungen statt. Im März nahmen Ärzte aus verschiedenen Kliniken an einer zweitägigen Fortbildung zum Thema „Single Incision Laparoscopy - SIL“ teil. Dabei handelt es sich um ein laparoskopisches Operationsverfahren mit nur einem einzelnen Schnitt, welches bei immer mehr Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Darms zum Einsatz kommt. Hier ist es möglich, durch einen zwei Zentimeter kurzen Schnitt im Bauchnabel Teile des Darms zu entfernen. Auch andere Bauchoperationen sind mit dieser Methode möglich.


Die zweite Fortbildung im April befasste sich mit dem Thema Stuhl- und Harninkontinenz und der Behandlung mithilfe der sakralen Neuromodulation. „Während eines kleinen Eingriffs in Narkose wird hier eine feine Elektrode behutsam durch die natürlichen Öffnungen des Kreuzbeins an den Sakralnerven geführt. Es wird dann das entsprechende Nervensegment stimuliert, das die Schließmuskeltätigkeit regelt“, erläutert Al Ghrebawi die Methode. Bei der dritten Fortbildung im Juli ging es um sogenannte Enddarmvorfallerkrankungen, die ebenfalls mit dem Einzelschnittverfahren behandelt werden können. Bei allen Veranstaltungen hatten die Teilnehmer jeweils die Möglichkeit, sich in verschiedenen Live-Operationen selbst von den Techniken zu überzeugen.


 

Ali Al Ghrebawi, 2. von links, bei einer Live-Operation während einer Fortbildung.

Krankenhaus Ludmillenstift - Ludmillenstraße 4-6 - 49716 Meppen - Telefon 05931 152-0 - Fax 05931 152-1029 - info@ludmillenstift.de