Babygalerie

 

Daniela Kastern ist seit ein paar Tagen stolze Mutter. Doch wie ihr Sohn Fynn auf die Welt kam, hätte sie sich nie erträumen lassen. „Zur Geburt in die Wanne? Das konnte ich mir nicht vorstellen“, berichtet sie heute. „Aber es war die beste Entscheidung überhaupt.“


Dass Daniela Kastern auch noch einen Rekord geknackt hat, davon hat sie erst später erfahren. „Das war die 100. Wassergeburt in diesem Jahr“, weiß Dr. med. Uta Fahl, Leitende Oberärztin der Frauenklinik am Ludmillenstift. Sie verfolgt die Entwicklung seit Jahren. „Etwa jede fünfte Geburt findet bei uns mittlerweile im Wasser statt. Vor zwei Jahren war es noch jede siebte Geburt.“ Teilweise entscheiden sich Frauen ganz bewusst für die Wanne, in anderen Fällen ermuntern die Hebammen die Schwangeren oft, es einfach einmal auszuprobieren. So auch bei Daniela Kastern. „Ich konnte mich viel leichter im Wasser bewegen und war sofort viel entspannter“, so die junge Mutter. „Es war ein tolles Gefühl, mein Kind so zur Welt zu bringen.“ Auch Anne Brockhaus wusste die Vorteile des warmen Wassers zu schätzen. Sie hat ihr zweites Kind Josephine ganz bewusst in der Wanne zur Welt gebracht: „Das warme Wasser lässt die Wehen leichter ertragen.“

Auch für das Kind ist eine Wassergeburt wesentlich entspannter: „Das Baby ist in seinem vertrauten Milieu. Die Geräusche sind wie im Mutterleib auch gedämpft, das Licht bricht sich in den Wellen und überanstrengt seine Augen nicht“, erklärt die leitende Hebamme Rita Müßing. Die Geburtsdauer sei kürzer und es würden in der Regel keine Schmerzmittel benötigt.

Normalerweise steht die 100. Wassergeburt im Ludmillenstift erst gegen Ende des Jahres an. Dass diese Zahl nun schon im August erreicht ist, zeigt, dass immer mehr Frauen diese Art der Entbindung wählen. Aber auch insgesamt herrscht ein regelrechter Babyboom im Ludmillenstift. Allein im Juli kamen mehr als 100 Babys zur Welt. Schon jetzt liegt die Geburtenzahl bei 537, eine Zahl, die bisher noch nie so früh erreicht wurde.

 

Im Wasser geboren: Das Bild zeigt Familie Kastern mit dem kleinen Fynn sowie Hebamme Maria Kocks (Mitte) und Hebammenschülerin Theresa Pethan (rechts).

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