Babygalerie

23.12.2010
Das Ludmillenstift hat in zwei medizinische Großgeräte für die Nuklearmedizin investiert: die Hybridsysteme PET/CT und SPECT/CT.

 

Das PET/CT-Gerät zur exakten Krebsdiagnose erläuterte Nuklearmediziner Dr. Ulrich Schmidt (von links) Propst Dietmar Blank, Landrat Hermann Bröring, Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken, Ärztlichem Direktor Dr. Ernst Röttger, Chefarzt Walter Möller-Hartmann und Pflegedienstleiterin Gisela Meyer. Foto: Hermann-Josef Mammes/Meppener Tagespost

Sowohl die allgemeinmedizinische als auch insbesondere die nuklearmedizinische Welt hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Und das insbesondere im Bereich der Diagnostik, was ja immer eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist. Aus dem Grunde hat sich das Ludmillenstift mit einer neuen Abteilung für Nuklearmedizin unter der Leitung von Dr. Ulrich Schmidt neu aufgestellt und neben einer Schilddrüsenkamera und einer Ultraschalldiagnostikeinheit zwei neue medizintechnische Großgeräte angeschafft. Es sind moderne SPECT/CT- und PET/CT-Hybridsysteme.

 

Als Hybridgerät beinhaltet das PET/CT die beiden bildgebenden Verfahren Positions-Emissions-Tomographie (aus der Nuklearmedizin) und Computertomographie (Radiologie) und wird vorwiegend in der Krebs-diagnostik eingesetzt. Dabei geht es insbesondere um die schnelle Klärung zu Fragen bei Verdacht auf Krebsleiden und die können mit dieser Technik nun in einem sehr frühen Stadium nachgewiesen werden, schon lange, bevor diese durch Röntgen oder Magnetresonanztomographie (MRT) zu erkennen sind. Dabei wird ein spezieller Marker eingesetzt, der aufgrund der Strahlungseigenschaft eine bessere räumliche Auflösung bietet und auch bessere biologische Eigenschaften besitzt. Die Hauptsubstanz ist F-18-FDG, ein radioaktiv markierter Zucker. Zucker ist der Hauptenergielieferant des Körpers und jedes Gewebe verbraucht Energie abhängig von seiner Stoffwechselaktivität. Einen besonders hohen Energieaufwand zeigen bösartige Tumore mit ihrer hohen Wachstumspotenz. Mit der FDG-PET/CT können auch kleinste Tumorherde im Körper gesucht und bildlich dargestellt werden. So liefert das PET/CT entscheidende Hinweise für die Krebstherapie. Auch Fragen der Wirksamkeit einzelner therapeutischer Maßnahmen können mittels PET/CT nun noch präziser beantwortet, exakt geplant und in ihrem Verlauf kontrolliert werden. Dem Patienten bleiben damit unter Umständen Umwege in der Tumorbehandlung erspart.

 

Neben der diagnostischen Bildgebung bei onkologischen Erkrankungen sind kardiovaskuläre, neurologische und internistisch-infektiologische Indikationen klinisch wichtiger Untersuchungsbereiche bei denen der PET-CT zum Einsatz kommt. Bei dem SPECT/CT (Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie) handelt es sich auch um ein sogenanntes Hybridsystem, wo im Rahmen der nuklearmedizinischen Untersuchung herkömmliche Marker zur Untersuchung der Schilddrüse, des Knochens, der Lunge, der Nieren sowie des Herzens eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um radioaktive Substanzen mit geringen Halbwertzeiten, womit Tumore in einem sehr frühen Stadium sichtbar gemacht werden und auch koronare Herzerkrankungen diagnostiziert werden können. Gleichzeitig kann mit den erstellten CT-Bildern im Körper genauestens lokalisiert werden, wo sich eventuell schon Metastasen befinden und wie dann die genaue Therapie aussehen kann. Auch lässt sich nach einem Herzinfarkt schnell und genau feststellen, wo und in welchem Ausmaß der Herzmuskel des Patienten durch mangelnde Durchblutung geschädigt wurde und wie die weitere Therapie dann aussehen muss. Insgesamt hat das Ludmillenstift hier rund 3 Mio. Euro investiert.

Krankenhaus Ludmillenstift - Ludmillenstraße 4-6 - 49716 Meppen - Telefon 05931 152-0 - Fax 05931 152-1029 - info@ludmillenstift.de