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Chefarzt

Chefarzt Dr. med. Christoph Tschan

Priv. Doz. Dr. med. habil. Christoph Tschan
Facharzt für Neurochirurgie, Zusatzbezeichnung neurochirurgische Intensivmedizin

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Sekretariat/Terminvereinbarung

Anna Hermes, Sekretariat
Anna Hermes

Tel. 05931 152-1600

Fax 05931 152-1609
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Anschrift

Krankenhaus Ludmillenstift
Ludmillenstraße 4-6
49716 Meppen


Neurochirurgie Plus Minus Drucken

Die Neurochirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Sie ist innerhalb der Neurozentrums am Ludmillenstift neben der Neurologie und der Neuroradiologie die dritte Säule, die neurologisch erkrankte Patienten versorgt. Alle drei bilden ein fachübergreifendes Team in der Behandlung komplexer Erkrankungen, wobei zusätzlich mit Referenzzentren für Neuropathologie, Neuroonkologie und Neuroendokrinologie kooperiert wird.

 

Dadurch ergibt sich eine hohe Kompetenz, die für jeden Patienten eine individuell abgestimmte Therapie ermöglicht. Dazu gehören neben den täglichen Visiten auf den Intensiv- und Normalstationen insbesondere auch neuroradiologische Falldemonstrationen mit wöchentlichen internen Fortbildungen. Hier sind auch die anderen Abteilungen des Krankenhauses mit einbezogen.

 

Hirntumore und Hirngefäßmissbildungen
Ein Schwerpunkt der neurochirurgischen Therapie stellt die Operation von Hirntumoren und Hirngefäßmissbildungen dar. Vor der Operation ist in allen Fällen eine aufwendige neuroradiologische Diagnostik erforderlich, die außer einem CT und MRT in den meisten Fällen auch eine Darstellung der Hirngefäße (Angiographie) für eine optimale OP-Planung erfordert. Die Operation selbst erfolgt dann häufig mit Hilfe eines Navigationsgerätes, mit dem der Tumor punktgenau angesteuert und entfernt werden kann.

 

Neurotraumatologie 

Ein weiterer wesentlicher Teil der neurochirurgischen Tätigkeit stellt die Neurotraumatologie dar, also die Versorgung von Patienten mit Schädelhirnverletzungen und Wirbelsäulenverletzungen. Hier ist häufig eine rasche notfallmäßige Therapie erforderlich, insbesondere wenn es durch einen Unfall zu einer Hirnblutung gekommen ist, die umgehend einer operativen Behandlung bedarf. Zentraler Bestandteil der Neurotraumatologie ist insbesondere auch die fortlaufende Hirndruckmessung, die für die postoperative intensivmedizinische Behandlung unentbehrlich ist. Hirnblutungen treten aber nicht nur bei Unfällen auf, sondern häufig auch spontan, d. h. ohne Unfallereignis etwa bei einem schlecht eingestelltem Blutdruck oder bei einer Marcumarbehandlung. Auch solche Blutungen müssen umgehend notallmäßig versorgt werden. Eine große Rolle spielen auch Störungen der Hirnwassercirculatioen (Hydrocephalus). Sie entstehen nach einem Trauma, einer Hirnblutung oder einer Entzündung und führen zu einer Erweiterung der Hirnkammern mit nachfolgenden neurologischen Störungen. Hier muss dann ein Umgehungskreislauf mit einem sogenannten Shuntsystem angelegt werden.

 

Wirbelsäulenzentrum 

Neben dem Gehirn ist das Rückenmark die zweite Säule des zentralen Nervensystems. Hier geht es hauptsächlich um die Behandlung von Lenden– und Halsbandscheibenvorfällen und die Operation von Verengungen (Stenosen) an der Wirbelsäule, die schwerpunktmäßig im Wirbelsäulenzentrum erfolgen. Rückenmarkstumoren sind erfreulicherweise selten, doch wenn sie auftreten, bedürfen sie einer raschen operativen Therapie.

 

Nervenkompressionen 

Eine operative Behandlung erfordern auch die sogenannten Nervenkompressionssyndrome. Es handelt sich dabei um Engpasssyndrome, die bestimmte Nerven des Armes oder der Hand betreffen (Carpaltunnelsyndrom, Ulnariskompressionssyndrom). Wenn hier die konservative Behandlung ausgeschöpft ist, hilft in vielen Fällen nur noch die operative Therapie, d. h. die Dekompression der Nerven an Hand oder Ellenbogen.

 

Chronische Schmerzen 

Die Neurochirurgie behandelt außerdem chronische Schmerzzustände. Dazu gehören Rückenschmerzen, Tumorschmerzen, die Trigeminusneuralgie, der atypische Gesichtsschmerz, die durch die Zuckerkrankheit bedingte diabetische Polyneuropathie sowie Phantom- und Stumpfschmerzen und Schmerzen nach einer durchgemachten Gürtelrose. In der Behandlung dieser Schmerzzustände kommen neben der medikamentösen Therapie insbesondere Behandlungsverfahren wie die Rückenmarksstimulation (DDCS), die periphere Nervenstimulation (PNS), die transcutane elektrische Nervenstimulation (TENS) und die Implantation von Schmerzmedikamentenpumpen zur Anwendung. Speziell diese sogenannte intrathekale Arzneimittelfusion wird in Meppen seit vielen Jahren angewandt, um Patienten mit chronischen Schmerzen, die auf eine konventionelle Schmerztherapie nicht mehr ansprechen, eine Schmerzlinderung zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt in der Behandlung chronischer Schmerzzustände im Ludmillenstift stellt darüber hinaus die Rückenmarkstimulation zur Therapie chronischer Schmerzen dar (sogenannte Neuromodulation). Ein weiterer Schwerpunkt ist darüber hinaus auch die Spastiktherapie mit Medikamentenpumpen.

 

Die spezielle neurochirurgische Schmerztherapie gewährleistet durch ihre vielfältigen Möglichkeiten eine Schmerzbehandlung, sodass Patienten wieder aktiv am täglichen Leben teilnehmen können und den Schmerz nicht mehr als die bestimmende Macht ihres Alltags empfinden müssen.

 

Lesen Sie mehr zum Thema:

 

Chronische Schmerzen sind kein Schicksal, EL-Kurier vom 18.08.2013


Das Schmerzgedächtnis ein wenig überlisten, EL-Kurier 26.08.2012

Zuletzt aktualisiert am 15.10.2014 Zurück

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