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Aktuelles aus dem Ludmillenstift

Bundesweit die ersten Absolventen Plus Minus Drucken

18 Medizinische Fachangestellte aus dem Emsland und Ostfriesland haben in diesen Tagen ihre Weiterbildung zur "Nichtärztlichen Praxisassistentin" erfolgreich abgeschlossen. Die Weiterbildung wurde am Schulungszentrum am Ludmillenstift in Meppen durchgeführt. Die Teilnehmerinnen sind bundesweit die ersten Absolventen dieses Pionierprojekts.

 

Mit der Fortbildung zur nichtärztlichen Praxisassistentin erweitert die Medizinische Fachangestellte ihr Aufgabengebiet und ihren Handlungsspielraum erheblich. Die nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen dürfen nunmehr nach Anordnung des Arztes selbstständig Hausbesuche und Besuche in Alten- oder Pflegeheimen durchführen. Dabei versorgen sie zum Beispiel Wunden, kontrollieren Blutdruck- und Blutzuckerwert. Sie beurteilen das häusliche Umfeld, den Krankheitsverlauf und führen krankheitsbezogene Beratungen der Patienten und Angehörigen durch. Sie koordinieren zudem die Zusammenarbeit mit der ambulanten Pflege und anderen Leistungserbringern. Für diese vielfältigen Aufgaben benötigen die medizinischen Fachangestellten auch Fachwissen in der Palliativversorgung, der Onkologie oder dem Schmerzmanagement. Diese berufsfeldbezogenen Handlungskompetenzen wurden in einer Weiterbildung im Umfang von 220 Stunden von Ärzten und Fachexperten praxisnah vermittelt.

 

Die Absolventen mit ihren Prüfern Dr. med. Wolfgang Hentrich, Dr. med. Bernd König, Dr. med. Volker Eissing und Werner Koop sowie Kathrin Wichmann.

 

Um die theoretischen Inhalte auch im Praktischen anwenden und einüben zu können, absolvierten die Teilnehmerinnen zudem ein ausbildungsbegleitendes Praktikum. Die Lerninhalte der Weiterbildungen entsprachen im vollen Umfang den Vorgaben des Curriculums der Bundesärztekammer (BÄK). Diese Zusatzqualifikation schloss mit drei schriftlichen Teilprüfungen sowie einer Fallbesprechung mit Kolloquium ab.Der Weiterbildungsabschluss ist bundesweit anerkannt.

 

Für dieses Modellprojekt haben sich regionale Vertreter des Gesundheitswesens und die Ärztekammer Niedersachsen engagiert und ein Pilotprojekt zur Weiterqualifizierung der Medizinischen Fachangestellten ins Leben gerufen.


Speziell in unterversorgten Gebieten entlasten derart geschulte Fachkräfte den Arzt oder die Ärztin enorm. „Insbesondere ländliche Regionen stehen vor vielfältigen Herausforderungen, um auch zukünftig eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Die Weiterbildung wird dazu beitragen, unsere Hausärzte zu entlasten“, betont Kathrin Wichmann von der Ärztekammer Hannover. Wichtig ist es nun, dass auch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und die Kostenträger bereit sind, diese Leistungen in die Honorierung mit aufzunehmen. Verhandlungen dazu laufen bereits.
Als Fachprüfer waren Dr. med. Wolfgang Hentrich aus Lingen, Dr. med. Bernd König aus Sögel, Dr. med. Volker Eissing aus Papenburg und Werner Koop, Leiter des Schulungszentrums in Meppen, eingesetzt. Sie bildeten zusammen mit Ralf Eissing aus Papenburg auch die Arbeitsgruppe, die sich unter dem Dach des Modellprojekts „Zukunftsregion Gesundheit “ im Emsland um Realisierung und die Organisation der Bildungsmaßnahme gekümmert haben.

 

Die Absolventen: Tanja Ahrens (Praxis Dr. Riedel, Kluse), Claudia Alfers, Sabrina Gebben (Praxis Kuba / Dr. Kahrs, Twist), Vera Böden, Daniela Meiners, Angela Sendemer-Böden (Praxis Dr. Poetzsch / Dr. Bockelmann, Timmel), Cornelia Boomgaarden (Praxis Dr. Buder / Reblin, Hinte), Petra Eißing, Christin Elberg, Birte Groen, Marina Kluin, Marion Rudnick, Hannelore Strack (MVZ Birkenallee, Papenburg), Petra Felthaus und Claudia Graf (Praxis Dres. Rolfes, Lathen), Annette Wilkens (Praxis Dr. Frerker, Lathen) Marianne Janßen (Praxis Albers / Dr. Wahoff, Lingen), Daniela Lager (Praxis Brümmer / Dr. Hilling / Dr. Löhmann, Lingen).

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